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«Tschou zäme» sagen «Tschou zäme»

WOCHEN-ZEITUNG FÜR DAS EMMENTAL UND ENTLEBUCH / Gabriel Anwander  (31.10.2013)

Langnau: Letzten Freitagabend spielte die Berner Mundartband «Tschou zäme» in der Kupferschmiede Lieder aus drei Jahrzehnten. Der Auftakt zu ihrer Abschieds-Tournee ist geglückt.

Langnau: Letzten Freitagabend spielte die Berner Mundartband «Tschou zäme» in der Kupferschmiede Lieder aus drei Jahrzehnten. Der Auftakt zu ihrer Abschieds-Tournee ist geglückt.
Frisch spielten sie auf, die drei Herren der Berner Mundartband «Tschou zäme», als stünde das Trio am Anfang seiner Karriere. Da war keine Spur von Rost oder verblassender Spielfreude zu erkennen, im Gegenteil: Sie konnten sich ihren Charme und ihren feinen Humor bewahren, musizierten und sangen beschwingt und gewandt und begeisterten ihre Freunde und Fans. Die drei traten immerhin während drei Jahrzehnten zusammen auf, seit achtundzwanzig Jahren in dieser Formation; an den Gitarren Lorenz Sommer und Hans-Ulrich Gerber und am Bass Bänz Hadorn.

Lieder selber geschrieben
Ihre ersten Lieder nahmen «Tschou zäme» auf Kassetten auf und verkauften diese im Eigenverlag. Trotzdem schaffte sie es bis ins Schweizer Radio, zumindest ein Lied wurde wie ein Ohrwurm monatelang zur besten Sendezeit ausgestrahlt. Im Laufe der Jahre sind acht Tonträger entstanden, zusammen sind das weit über hundertfünfzig «Bärndütschi Lieder» – bis auf drei oder vier Stück stammen alle aus eigener Feder! Heute sind 13 der besten Songs auch im Internet zu finden, als Video unter «Youtube». Wie hat sich die Welt der Musik gewandelt in den dreissig Jahren, doch «Tschou zäme» sind sich und ihren Werten treu geblieben. Ihre musikalischen Vorbilder waren stets Folksänger, Liedermacher, unter anderen Hannes Weder, und die Gitarrenklänge dienten ihnen in erster Linie als Basis, der Bass als Taktmass für die berndeutschen Texte.

Zeitlose Botschaft
Am Freitagabend spielten sie einen bunten Strauss quer aus ihrem reichen künstlerischen Schaffen. Das war nur möglich, weil die Botschaft der meisten ihrer Lieder zeitlos ist wie «Fuesspilz» oder «Pharma», die auf den ersten CDs veröffentlicht wurden. Sie haben nichts von ihrer Aktualität eingebüsst und kamen an dem Abend sehr gut an. Dasselbe gilt für Lieder wie beispielsweise «Krise» oder «Gheimnis», die mit jeder Zeile zwischen Ironie und Scherzhaftigkeit pendeln. Die fünfzehn Songs auf ihrer neusten CD «Halbzyt» unterscheiden sich wenig von den Liedern auf den älteren Alben, die neuen sind vielleicht etwas blusiger, melodiöser, und die Inhalte kreisen vermehrt ums Älterwerden (daher auch der Name). Aus diesem Album spielten sie ein Lied über das eigene Befinden nach dem Überschreiten des 50. Altersjahres («50 u Meh») oder ein Lied über gegenseitiges Verständnis («Schue»). Spätestens mit dem Liebeslied «Brügg» eroberten sich die drei die letzten Herzen im Saal. Der Auftritt in der Kupferschmiede war ihnen geglückt, es war der Auftakt zu ihrer Abschied-Tournee.

Ende eines «blühenden Projekts»
Die Band wird sich auflösen. Auf der eigenen Homepage schreiben sie: «Nein, wir haben uns nicht verkracht, leiden unter keiner niederschmetternden Diagnose, haben auch nicht unwiederbringlich die Lust und Freude am Singen und Musizieren verloren.» Was ist es dann? Warum hören sie auf? Als Begründung schreiben sie, sie spürten ihre Energie schwinden und hätten den Wunsch, ein blühendes Projekt zu beenden, bevor es dahinwelke. In der Kupferschmiede war nichts davon zu spüren. Sie spielten und sangen, wie gesagt, frisch, gut gestimmt und mit einer Freude, die sich bald aufs Publikum übertrug.

«Standing Ovations»
Zahlreich waren sie gekommen, die Freunde und Fans, der Saal war zum Bersten voll, es mussten zusätzliche Stühle bis vor den Bühnenrand bereitgestellt werden. Und es kann mit Fug und Recht behauptet werden, ihre Fans seien mit ihnen gereift. Da mischte sich kein Stampfen und Pfeifen in den Schlussapplaus, ab der Lebensmitte gibt sich der Mensch gern gesittet. Nach der dritten Zugabe standen einfach alle auf, klatschten im Stehen weiter und zeigten auf diese Weise ihren Respekt und ihre Begeisterung.

Daten der Abschieds-Tournee unter www.tschou-zaeme.ch
31.10.2013 :: Gabriel Anwander

Pdf-Datei: tschou-zaeme-sagen-tschou-zaeme.pdf

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