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Drei Männer mit Speicherkapazität

Bernerzeitung 13. August 2011  (13.08.2011)

Hans-Ulrich Gerber, Lorenz Sommer und Bänz Hadorn feiern silberne Hochzeit – als Liedermachertrio «Tschou zäme». Dass sie immer noch harmonieren, beweist ihr jüngstes Kind: die CD «Halbzyt». Taufe ist heute auf dem Langnauer Viehmarktplatz

«Nein, nein», sagt Hans-Ulrich Gerber lachend, «das ist keine Drohung.» Dass die   neue CD «Halbzyt» heisse, bedeute nicht, dass man noch weitere 25 Jahre   musizieren wolle. Es sei eher eine Anspielung auf das Alter: Lorenz Sommer aus   Signau und Hans-Ulrich Gerber aus Langnau wurden unlängst fünfzig, Bänz Hadorn   aus Habstetten/Bolligen geht auf die siebzig zu – «da überlegt man sich, was die zweite Lebenshalbzeit noch so alles bringt». Oder, wie sie es in ihrem Song «50  u meh» umschreiben: «Mängisch, ja, de frag i mi, wie’s einisch wärdi sy, wenn Petrus mir de achewinkt u seit: ‹Es isch verby. En Ehrerundi chasch no gä, u  nächär geisch a d Box!› Drby hätt i dr Tank no voll, das isch doch paradox.»


«Tschou zäme» heisst das Liedermachertrio, das soeben seine achte CD   herausgegeben hat und seit nunmehr 25 Jahren durch die Kleintheater und   Beizensäle zieht. Hadorn am Kontrabass, Gerber und Sommer an der Gitarre und als   Sänger. So nachdenklich ihre Songs zuweilen sind, so kommt doch immer auch ein   Augenzwinkern oder eine Portion Selbstironie darin vor – ebenso wie in den   Geschichten, die Hans-Ulrich Gerber daheim am Stubentisch erzählt. Da fallen   Sätze wie: «Was wir machen, ist im Prinzip Alzheimerprofilaxe.» Weil «Tschou   zäme» die Melodien, die sie komponieren, nicht in ein Notenheft schreiben,   sondern in den Köpfen haben und auf diese Weise ihre Speicherkapazität   trainieren. Noten könne er eh nicht lesen, sagt Gerber.


Wie Polo Hofer und Span


Hervorgegangen ist das Trio aus dem Duo Gärbi&Sentu, zu dem sich Gerber   und Sommer schon im Gymnasium zusammentaten. Bald fanden sie, «dass ein Bass   noch schön wäre». Also holten sie Hadorn, der zuvor mit den Bluegrass Blossoms   unterwegs gewesen war, für Studioaufnahmen ins Boot. Dabei entstand die Single   «Wytergah», die sich wochenlang auf den ersten Plätzen in der Hitparade des   Stadtberner Lokalradios hielt – zusammen mit «Louenesee» von Span und «Giggerig»   von Polo Hofer.


«Das war die Zeit, als wir vom grossen Durchbruch träumten», sagt Gerber.   Weil Gärbi&Sentu zu sehr nach Pfadilager tönte, gab ihnen «einer aus Zürich»   den Rat, sich in «Tschou zäme» umzutaufen. Sie hörten auf ihn und setzten sich   zum Ziel, alle zwei Jahre eine CD herauszugeben. Doch allmählich wurden aus den   Studenten Familienväter, Hans-Ulrich Gerber trat seinen Job als   Gerichtspräsident an, Lorenz Sommer eröffnete seine Arztpraxis, und Bänz Hadorn   setzte auf sein Bauingenieurbüro.


Der Fernsehauftritt


Die Zeit für Konzerte und Studioaufnahmen wurde immer knapper. «Jeder von   uns», erzählt Gerber, «hatte irgendwann einen Durchhänger und fragte sich: Muss   das sein?» Jedoch kamen diese nie zur gleichen Zeit, sodass sich die drei   gegenseitig stets zum Weitermachen motivieren konnten. Und heute, nach 25   Jahren, ist die Energiebilanz eindeutig positiv: «Jeder von uns bekam durch die   Musik mehr zurück, als er hineinsteckte.»


Heute sind «Tschou zäme» national vielleicht weniger bekannt als Polo Hofer,   jedoch erarbeiteten auch sie sich ein treues Publikum, das jedes Jahr von neuem   kommt, wenn sie im Hotel Moosegg, im Schmidechäuer Burgdorf oder in vielen   anderen Lokalen im Umkreis von 50 Kilometern um Bern auftreten. «Darauf», sagt   Gerber, «sind wir am meisten stolz.» Stolzer zum Beispiel als auf das goldene   Kleeblatt, eine Trophäe, die sie nach einem Musikduell in der TV-Sendung   «Risiko» gewannen.


Wieder mehr Zeit


Im Laufe der 25 Jahre haben sich nicht nur die drei «Tschou   zäme»-Protagonisten verändert, sondern auch ihre Lieder. «Gerieben an den   Steinen und gebleicht durch die Sonne des Lebens», seien sie, «feiner, weicher   und harmonischer», heisst es auf Liederlobby.ch. Während die Stimmung auf der   letzten CD «Schwemmholz» gedämpft war, gehen die neusten Lieder – auch durch die   Gastauftritte von Jean-Claude Bovard mit seiner Mundharmonika – ins Bluesige.   Das Publikum kann sich heute Abend selber davon überzeugen: Dann geben «Tschou   zäme» auf dem Viehmarktplatz in Langnau ein Gratisjubiläumskonzert. Bei dieser   Gelegenheit taufen sie auch ihre neue CD.


«Unsere Kinder sind am Ausfliegen oder schon ausgeflogen, beruflich haben wir   mehr Routine und weniger Stress», sagt Hans-Ulrich Gerber – beste   Voraussetzungen also dafür, bald die nächste CD in Angriff zu nehmen und noch   lange zusammen zu musizieren. Oder? «Das ist noch offen», antwortet Gerber. Denn   wer kann schon voraussagen, was die nächste «Halbzyt» noch alles bringt. Markus   ZahnoJubiläumskonzert «Tschou zäme» (organisiert vom Paragraph K):


heute Samstag, 20 Uhr, Viehmarktplatz Langnau – ohne Eintrittspreis, ohne   Kollekte und somit auch ohne Reservationsmöglichkeit, dafür bei jeder Witterung.

Pdf-Datei: Drei-Maenner-mit-Speicherkap.pdf

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